Handlungsstrategien zur Vermeidung von Arbeitsausbeutung in der Paketbranche

Die Servicestelle gegen Arbeitsausbeutung, Zwangarbeit und Menschenhandel stellt Handlungsstrategien zur Vermeidung von Arbeitsausbeutung in der Paketbranche beim BEMA Fachtag vor

Das Berliner Beratungszentrum für Migration und Gute Arbeit – BEMA hat am 30.Oktober 2019 einen Fachtag in Berlin veranstaltet. Unter dem Titel „Nachunternehmerhaftung – und dann? Die Arbeitsbedingungen migrantischer Beschäftigter in der Paketbranche“ wurden neben einem Überblick über die aktuelle Situation migrantischer Beschäftigter in der Paketbranche wurden folgende Fragestellungen diskutiert:
  • Welche branchenspezifischen Faktoren erschweren die Durchsetzung individueller und kollektiver Rechte der Beschäftigten?
  • Was bringt die Nachunternehmerhaftung für migrantische Beschäftigte in der Paketbranche und was können wir von den Erfahrungen aus der Baubranche und fleischverarbeitenden Industrie lernen?
  • Welche weiteren Schritte sind notwendig, um die Arbeitsrechte migrantischer Paketzusteller*innen zu stärken?
Kordula Heineck, die Projektreferentin der Servicestelle hat „Handlungsstrategien zur Vermeidung von Arbeitsausbeutung in der Paketbranche – Ergebnisse einer Branchenrecherche“ erläutert. Demnach sind notwendige Schritte die Anerkennung, dass es strukturelle Risiken in der Branche gibt und es sich nicht nur um Einzelfälle handelt. Prävention sowie die Unterstützung von Betroffenen und schließlich die konsequente Sanktionierung von Arbeitsausbeutung müssen sichergestellt werden.

 

„Zusammenfassend ist eine Strategie zu wählen, die sowohl Unternehmen, Politik, Behörden, Gewerkschaften, zivilgesellschaftliche Akteure als auch die Arbeitnehmer*innen einbindet. Durch effektive Zusammenarbeit, Sensibilisierung und pro-aktives Handeln aller Beteiligten kann Ausbeutung zukünftig auch in der Paketbranche vermieden werden.“

 

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